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Der Golf von Neapel, fabelhafte Gewässer am Fuße des Vesuvs

Der Golf von Neapel ist eine Meeresbucht am Tyrrhenischen Meer, die ca. 15 km in die italienische Westküste einschneidet; als Überrest eines Vulkankraters verlängert sich der Golf kreisförmig durch den Kampanischen Archipel, der aus der Insel Capri im Süden und den Inseln Ischia, Vivara und Procida im Norden besteht. Mit ihrem mediterran-trockenen Klima, einer angenehmen, steten Meeresbrise und ihrer atemberaubend diversen Küstenlandschaft bleibt die Bucht bis heute eines des beliebtesten Ausgangsreviere Europas. Der ideale  Zeitraum für diesen Törn liegt zwischen April und Juni sowie September und Oktober, im Juli und August sollten unerforschtere Gegenden touristischen Hochattraktionen vorgezogen werden.

 

Das Tyrrhenische Meer besegeln: Start Castellammare di Stabia

Die Küste des Golfs erfreut sich einer ausgesprochenen Vielfalt: jedes Dorf, jede Bucht hat ihren ganz eigenen Charme. Wir haben eine Segelroute zusammengestellt, an der Sie sich nach Ihren Vorlieben orientieren können: Wenn Sie in Castellammare Di Stabia gen Norden auslaufen, gelangen Sie in kurzer Zeit über Pompeji nach Neapel. Nach einem Aufenthalt am Geburtsort der Cucina Italiana geht es aufs offene Meer hinaus auf die Pontinischen Inseln zu, schließlich besuchen Sie auf dem Rückweg zum Golf die Inseln Procida und Ischia. Von dort gelangen Sie an die Südostküste des Golfs, können über Positano bis nach Sorrent segeln, dort einen letzten Halt machen und schließlich Kurs zurück auf den Stützpunkt nehmen. 

 

Sehenswürdigkeiten um den Golf von Neapel 

Es geht los in der Handelshafenstadt Castellammare di Stabia, einem vom Flughafen Neapels leicht erreichbaren Stützpunkt abseits der neapolitanischen Touristenströme. An der Südpier und am nördlichen Yachthafen der Stadt finden Sie sichere Liegeplätze und reichlich Versorgungsmöglichkeiten. Vom Bahnhof der Hafenstadt können Sie einen Ausflug nach Pompeji unternehmen: auf der archäologischen Ausgrabungsstätte am Fuß des Vesuvs erwarten Sie die Reste der überraschend gut erhaltenen römischen Stadt nach dem Veusvausbruch 79 n. Chr. … Lassen Sie diese tiefen Eindrücke während eines Aufstiegs zum Vulkan auf sich wirken, bevor es für die Weiterreise zurück an Bord geht.

Als Nächstes führt die Reise nach Neapel, Stadt der tausend Gesichter: hier türmen sich majestätische Bauwerke und kunterbunte Häuser neben traditionellen Pizzerien und typisch italienischen Geschäftchen. Bummeln Sie gemütlich durch die Altstadt, vorbei am Kloster Santa Chiara und hinab ins sagenumwobene, mit Fresken und Mosaiken geschmückte, unterirdische Neapel. Zurück an der Luft sollten Sie unbedingt eine Napoletana, die Mutter aller Pizzen kosten. Bewundern Sie auf einem Stadtbummel die spektakuläre Architektur der Galleria Umberto oder verbringen Sie einen Opernabend im geschichtsträchtigen Teatro San Carlo. Den Kunstliebhabern unter Ihnen wird im Museum von Capodimonte vor den Werken Raphaels das Herz aufgehen. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende, der Törn setzt sich gegen den Uhrzeigersinn entlang der Küste fort.

Die folgende Etappe bringt Sie in tiefere Gewässer: verlassen Sie den Golf über die Meerenge zwischen Bacoli und Procida und nehmen Sie Kurs auf die nördlich im Tyrrhenischen Meer gelegenen Pontinischen Inseln - hier sind Sie mit dem Boot passend ausgerüstet, denn viele Strände der Inselgruppe sind nur übers Wasser sicher zu erreichen. Erster Halt ist die Vulkaninsel Ponza: der Anblick des mit pastellfarbenen Häuschen geschmückten Hafens und der ziegelroten Uferpromenade Banchina di Fazio wird Sie schlichtweg begeistern. An Land können Sie durch Bars, Restaurants und Geschäfte schlendern oder die 297 m des Monte Guardia hinaufwandern und die Aussicht in alle Himmelsrichtungen genießen. Natursteinbecken (piscine naturali) und Grotten graben sich auf Meereshöhe durchs lavasteinige Küstenland und können zu Fuß oder mit dem Beiboot erforscht werden. Die ponzianische Unterwasserwelt gilt als wahres Taucherparadies, wir empfehlen Ihnen einen ausgiebigen Schnorchelausflug durch diese klaren, in allen Nuancen schimmernden Gewässer.
Unmittelbar hinter Ponza liegt Palmarola, ein weiteres Inselchen von verbotener Schönheit: auf der einen Seite stürzen sich kluftige Felsklippen steil ins Wasser, auf der anderen schlängelt sich saftiges Grün durch die weichen Hügel bis hinunter zum weißen Muschelstrand… Begegnen Sie einer einzigartigen Fauna und erleben Sie in der Abgeschiedenheit des Eilands wahre Momente der Ruhe.

Nun ist es an der Zeit, wieder in Richtung des Golfs aufzubrechen – auf dem Rückweg können Sie auf der Insel Ventotene Halt machen: spazieren Sie durch das für seine einzigartige Linsensuppe beliebte Örtchen, laufen Sie hinunter zum römischen Galeerenhafen oder treiben Sie entspannt die Küste entlang, bis Sie das nahegelegene Santo Stefano erblicken – die ehemalige Gefängnisinsel ragt mysteriös aus dem Wasser, das auf Seekarten wegen Untiefen als unbefahrbares Schutzgebiet markiert ist.

Sie erreichen nun Ischia, mit 46 km² die Hauptinsel des Phlegräischen Archipels. In Forio, Ischias kulturellem Zentrum,  gilt Erholung pur: Verbringen Sie einen Nachmittag im beliebten Poseidon Thermalpark mit seinen Heilbädern, wunderschön angelegten Gärten und dem himmlischen Privatstrand. Auch das Castello Aragonese sollten Sie sich nicht entgehen lassen: die alte Festung thront auf einem massiven Felsen und ist durch eine Landzunge an Ischia gebunden. Bewundern Sie den sonnenverwöhnten Burggarten und die Aussicht auf Meer und Nachbarinseln, oder steigen Sie hinab in die ebenso sehenswerte wie gruselige Nonnengruft und erfahren dort mehr über die düstere Tradition der Klosterfrauen.

Zurück im Golf liegen zwischen Ischia und dem italienischen Festland noch Procida und Vivara, zwei Inseln vulkanischen Ursprungs, welche einst durch ein Riff und seit 1969 durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden sind. Hier haben Sie die Gelegenheit,  das Istituto Nautico, die älteste Seefahrerschule Europas zu besuchen. Das historische Stadtzentrum Procidas, die Terra Murata, liegt auf den höheren Ebenen der Insel und ist zu Verteidigungszwecken seit dem 16. Jahrhundert von einer soliden Festungsmauer umgeben.  Innerhalb der Mauern zeigt die Stadt ihre wahre, heitere Gestalt: spazieren Sie durch die mittelalterlichen Sträßchen und Gassen, unter sich windenden Bögen und an pastellenen Gebäuden vorbei, hinein in den fröhlichen Alltag der Insulaner. Die Schwesterinsel Vivara ist unbewohnt, obgleich Jahrhunderte alte Trampelpfade und ausgegrabene Keramikfragmente auf frühere Siedlungen hinweisen. Heute beheimatet sie zahlreiche geschützte Tier- und insbesondere Vogelarten: dort können Sie einen Nachmittag im friedlichen Gezwitscher der von der Natur zurückeroberten Kraterinsel verbringen.

Als Nächstes geht es südöstlich quer durch den  Golf an die Amalfi-Küste, einen der schönsten Landstriche Italiens und zugleich auch eine der feinsten Weinregionen des Landes. Im ehemaligen Seefahrerort Positano schmiegen sich fast arabisch anmutende, bunt gestrichene Häuser an die Felshänge. Bestaunen Sie die schönen, entlang der Küste errichteten Sarazenentürme und die bunte Kuppel der am Meer gelegenen Kirche Santa Maria Assunta. Umliegende Berge und Orte sind in kurzer Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, es erwarten Sie reizvolle Wanderwege, berauschende Weinverkostungen und herrliche Badestunden in strahlendem Sonnenschein.

Für einen gelungenen Abschluss Ihres Törns bietet sich als letzte Etappe der Traumferienort Sorrent an. Hier können Sie die einfallsreichen Kreationen um das regionale Wahrzeichen, die Sorrentiner Zitrone, probieren: ob in Likör, Spaghetti, Gebäck oder auf Seife oder Porzellan, das saure Gold ist der Stolz der Halbinsel. Die zerklüftete Küste von Sorrent besteht aus versteckten Buchten, mächtigen Felsen und weiten Sandstränden: die einst wegen vermeintlichen Sirenen gefürchtete Küstenregion zählt heute zu den prächtigsten Italiens. Die Zeit scheint hier wie stehengeblieben, Mopeds knattern die sonnigen Straßen entlang, der italienische Singsang dringt aus den Cafés an der beliebten Piazza Tasso und Fischer sitzen plaudernd am Hafen und nippen am berüchtigten Surrentiner Wein, der bereits in der Antike dem Gaumen großer Kaiser und Philosophen schmeichelte.

An Bord Ihres Charterboots geht es nun zurück zum Ausgangshafen Castellammare di Stabia. Unsere Modellselektion beinhaltet Privatboote vom Katamaran bis zur Luxusyacht: das CoolSailing-Team steht Ihnen jederzeit gern zur Verfügung, falls Sie Fragen haben oder eine Beratung wünschen.


Gut zu wissen/Tipps

  • Gutes Verständnis von Seekarten: Gezeiten und Felsen unter Wasser.
  • Navigation auf Sicht in windgeschützten Gewässern.
  • Kurze und lange Segelstrecken können abgewechselt werden.
  • Mozzarella di Buffala – der Stolz der Region.
  • Besichtigung von Pompei.
  • Ankern am Fuße der Festung von Ischia.

Häfen in diesem Segelrevier

Agropoli, Capri, Castellammare di Stabia, Ischia, Naples, Pozzuoli, Procida, Salerno, Sorrento, Vibo Valentia ...


Formalitäten

Segeln in Italien:

  • Nautischer Lebenslauf.
  • Bootsführerschein für Meer.

Wann verreisen?

Der beste Zeitraum für einen Segeltörn in Neapel ist von Mai bis Oktober.

Wind

Sommer
5-10 Knoten
(Durchschnitt)
Winter
5-10 Knoten
(Durchschnitt)

Temperaturen

Jan. Feb. März Apr. Mai Juni
13° 14° 16° 19° 24° 28°
Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
31° 31° 27° 23° 18° 15°